Hallo.
Das ist das erste Mal, das ich Jahren eine Geschichte schreibe.
Der Arbeitstitel ist erstmal Das gute Schicksal, aber vielleicht ändere ich diesen während der Arbeit noch einmal.
Über Kritik würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße,
Savannah.
Titel: Das gute Schicksal
Autor: Savannah.
Original oder Fanfiction: Original
Claimer: Die Geschichte ist mein alleiniges Eigentum, einschließlich aller Charaktere, Schauplätze und Handlung.
©Savannah.
Kapitel 1 – Das erste Treffen
Ich ging die Straße entlang. Es war kalt, aber ich musste noch Weihnachtsgeschenke kaufen. Der Geruch von heißem Glühwein und Lebkuchen stieg mir in die Nase. Jedes Jahr um diese Zeit sieht man verliebte Paare auf der Suche nach dem perfekten Geschenk für den Anderen suchen. Ich beobachtete ein Paar, das auf der anderen Straßenseite über ein paar Ski zu diskutieren schienen. Diese Bilder machen mich immer traurig, weil ich niemanden hatte, mit dem ich solche Diskussionen führen musste. Ich brachte nur ein Geschenk für meine Mutter. Ich würde ihr, wie fast jedes Jahr, ein Buch schenken. Sie schenkte mir immer Gutscheine, die ich selten einlöste.
Als ich den Buchhandel betrat ging ich direkt zu den Krimis. Meine Mutter las nur Krimis oder Liebesromane und in meiner Situation wollte ich nicht auch noch vor einem Haufen Bücher über die Liebe stehen.
Nach gut fünf Minuten hatte ich das perfekte Buch und stellte mich in die lange Schlange. Warum ging ich eigentlich immer im letzten Moment los, um Geschenke zu kaufen?
Vor mir stand ein großer, gut aussehender Mann mit braunen Haaren. Er hatte eine dunkelblaue Jeans und eine schwarze Jacke an. Ich stelle mir vor, wie ich ihn ansprach und wir zusammen Weihnachten feiern würden.
Auf einmal drehte er sich um und schaute mich an, als hätte er meine Gedanken gehört. Ich versuchte zu lächeln. Er lächelte zurück und fragt mich überraschend:
„Hallo. Wollen wir unsere Einkäufe zusammen legen?“
Ich war für die ersten Sekunden total sprachlos. Er hatte braune Augen, die Schönsten, die ich je gesehen hatte.
„Äh. Ja, gerne. Wenn es Ihnen nichts ausmacht,“ brachte ich endlich aus mir heraus.
Ich stellte mich neben ihn in die Reihe und versuchte nicht zu nervös zu wirken, was mir allerdings nicht zu gelingen schien. Er ignorierte die Anzeigen meiner Nervosität geschickt, indem er ein Gespräch begann.
„Was kaufen Sie denn?“
Ich atmete einmal durch, bevor ich eine Antwort zu Stande brachte.
„Einen Krimi für meine Mutter, zu Weihnachten. Und sie?“
Er lächelte mich noch mal mit seinem wundervollen Lächeln an.
„Ein Kochbuch. Ich bin Weihnachten alleine und wollte mir etwas Leckeres kochen. Feiern Sie Weihnachten bei Ihrer Mutter?“
„Nein, sie feiert Weihnachten bei ihrem neuen Mann und ich bleibe alleine zu Hause.“
Wieso erzähle ich so etwas einem Fremden? Manchmal denke ich einfach nicht nach und handele einfach.
„Oh. Falls ich bis dahin kochen kann, können Sie auch gerne mit mir feiern. Ich habe gerne Gesellschaft und Weihnachten ist es immer traurig alleine zu Hause zu sitzen, finden Sie nicht?“
Wow. Meinte er das ernst?
„Aber ich kenne Sie doch gar nicht. Wie heißen Sie überhaupt?“
„Colin Boris Gernot. Und Sie? Wollen wir uns nicht lieber duzen?“
Colin Boris Gernot. Der Name schweißte sich in mein Gehirn. Er wollte, dass wir uns duzen. In meinem Kopf schwirrten tausende kleine Herzchen, obwohl ich ihn höchstens fünf Minuten kannte.
„Gerne. Mein Name ist Amanda Halona Davis.“
Er lächelte mich an und bezahlte unsere Bücher.
„Schön, Amanda Halona Davis. Würdest du jetzt mit mir einen Glühwein trinken?“
Er wollte mit mir einen Glühwein trinken. Das erste Mal seit Wochen hatte ich nicht mehr Angst den Weihnachtsabend alleine verbringen zu müssen.
„Ja, ich würde mich sehr freuen.“
Ich stand am Rande des Weihnachtsmarktes und wartete auf Colin, der uns beiden Glühwein holte. Es war so kalt, dass ich meinen Atem sehen konnte. Aus allen Ecken hörte man Weihnachtslieder und fröhliche Leute.
Das erste Mal an diesem Abend hatte ich das Gefühl auch zu dieser Menschenmenge zu gehören, obwohl ich nur noch am Rande stand. Ich war nicht mehr dieser Fremdkörper, der nicht zwischen all den Leuten sein wollte. Ich gehört zu den Menschen, die an der Vorfreude teilnahmen.
Die fröhlichen Paare fielen mir nicht mehr als erstes auf. Sie waren nur schwer unter den vielen Leuten auszumachen.
Jemand tippte mir von hinten auf die Schulter. Es war Colin, der mir eine Tasse Glühwein hinhielt, ich nahm sie an.
„Dankeschön.“
„Bitte.“
Und schon wieder sah ich sein bezauberndes Lächeln. Ich versuchte zurück zu lächeln, aber ich weiß nicht, ob es mir gelang.
So standen wir eine Weile da und unterhielten uns. Er erzählte mir von seinem Studium in Kunstgeschichte und dass er noch nicht sehr lange in der Stadt wohnte.
Gegen Abend bot er mir an, mich nach Hause zu bringen, was ich dankbar an nahm.
Auf dem langen Weg nach Hause reden wir über ein weiteres Treffen.
„Lass uns einfach einen gemütlichen Abend zusammen verbringen. Wie wäre es mit Kino und dann nach ein schickes Essen?“
Ich liebe das Kino und schick Essen war ich noch nie.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn ich den Film aussuchen darf. Du kannst dann das Restaurant aussuchen, okay?“
Ich kannte nicht so viel Restaurants und mit Filmen kannte ich mich gut aus.
„Abgemacht.“
Wir standen inzwischen vor meiner alten Holztür, die nur schwach von der Straßenlaterne beleuchtet wurde.
„Möchtest du mit reinkommen?“ frage ich, obwohl ich zweifelte, was ich mir dadurch erhoffte.
„Lieber nicht, ich möchte nichts überstürzen, Amanda. Ich hoffe, du verstehst das.“
Seine Antwort hätte auch aus einem Märchenbuch stammen können, denn ich hätte nie damit gerechnet.
„Gut. Das ist eine sehr gute Antwort gewesen. Ich hoffe, du meldest dich bald bei mir.“
Am Liebsten hätte ich die letzten Sätze nicht gesagt. Hoffentlich hielt er mich nicht für Oberflächlich. Außerdem habe ich gesagt, dass er sich melden soll, das bedeutet, ich musste warten.
Ich stand vor meiner Haustür mit gemischten Gefühlen und schaute Colin nach, wie er sich auf seinen Heimweg machte.